Page 365 of 365 – Goodbye to a year of change and growth ♡

 

Wow! Und schon wieder ist ein Jahr rum. Manchmal ist es echt unglaublich wie schnell die Zeit vergeht, oder? Wenn ich jetzt so zurückblicke, dann war das wirklich ein wunderschönes Jahr. Ich bin 21 geworden, hatte einen super Job über den Sommer, mein Bruder hat seinen Abschluss gefeiert, ich saß zum ersten mal in nem Segelflieger, bin bis fast ans andere Ende der Welt gereist, habe meine Liebe zum Fotografieren wieder entdeckt und ich habe sehr sehr viel dazu gelernt. Der Mensch, der ich noch vor einem Jahr war, unterscheidet sich stark von dem Menschen der ich heute bin. Für mich persönlich eine absolut positive Veränderung. Ich fühle mich so viel lebendiger, freier und glücklicher!

Also fangen wir mal an, das Jahr Revue passieren zu lassen.

Was ist geschehen? Was hat sich verändert? Was hat dazu beigetragen? Was habe ich in diesem Jahr alles erlebt?

 

NEUER NEBENJOB – ALLTAGSKRISE – KEIN FLEISCH MEHR

Anfang des Jahres hieß es für mich erstmal einen Job neben dem Studium zu suchen. Ich hatte zwar schon einen, jedoch warf dieser nicht genügend Geld ab um in den Urlaub fahren zu können. Denn zu diesem Zeitpunkt war ich zuletzt im Jahre 2013 in einem Sommerurlaub. Ich wollte mal wieder in ein richtig großes Hotel, mit All-Inclusive, den ganzen Tag am Pool hängen und braun werden bis zum geht nicht mehr. Witzig, dass es ganz anders gekommen ist. Viel besser!

Im März begann ich dann in einem Freizeitpark zu arbeiten. Als ich in den Semesterferien fast täglich dort gearbeitet hatte, ist mir dieser Park wirklich ans Herz gewachsen. Die Atmosphäre dort ist so gut, dass ich morgens fast aus dem Bett gehüpft bin, wenn ich arbeiten musste. Und was ist das bitte für ein schönes Gefühl einen Job, bei dem man auch noch bezahlt wird, wirklich gerne zu machen? Ein tolles Gefühl. So sah mein Alltag also aus: Unter der Woche Vorlesungen und wenn ich mal keine hatte, dann war ich arbeiten. Und die Zeit die dann noch übrig blieb, verbrachte ich mit meinen Freunden und meinem derzeitigen Freund. Doch irgendetwas fehlte mir. Zu dieser Zeit geriet ich oft in eine tagelang andauernde Krise und fragte mich „Wozu machst du das alles?“. Nicht, dass ich unglücklich war, ich hatte ja alles was ich brauchte, aber irgendwie arbeitete ich auf nichts hin und das entzog mir irgendwie oftmals die Motivation. Die Antwort auf meine Frage erhielt ich jedoch schon kurze Zeit später. Als ich nach langer Zeit mal wieder einen Buchladen betrat, entdeckte ich das Buch Peace Food von Rüdiger Dahlke, versank über drei Tage lang in diesem Buch. Das Leid der Tiere und die Auswirkungen des Fleischkonsums auf unseren Körper werden dort genauestens beschrieben, was letztendlich dazu führte, dass ich aufgehört habe Fleisch zu essen. (mehr dazu hier)

Dies brachte einen Stein ins rollen, der alles verändert hat. Nach der Entdeckung dieses Buches und meiner Begeisterung für das Vegane-Konzept und alles was dahinter steckt, entwickelte sich alles weiter, bis ich mich zum absoluten Öko-Weltverbesserer-Moralapostel entwickelt habe. Ich sage das bewusst so selbstironisch, weil ich mich selbst nicht von der Bewertung solcher Öko-Menschen in der Vergangenheit freisprechen kann und nun zähl ich mich selbst dazu, verrückt. Wie oft wir Dinge einfach viel zu schnell ver- und beurteilen, nicht wahr? Aber ich fühle mich super wohl in dieser Rolle, von mir aus auch gerne mit dieser Bezeichnung, also alles gut. Ich habe aufgehört mich zu schminken, meine Konsumsucht überwunden, lese wieder mehr, gehe nur noch mit einem Korb einkaufen und verzichte auf die Nutzung von Plastiktüten. Es fühlt sich an, als wäre es für mich richtig so zu leben. Wie eine Art Aufgabe oder sowas. Ich bin mit Sicherheit auch nicht der Umweltbewussteste Mensch der Welt, aber ich gebe jeden Tag mein Bestes und das gibt mir ein gutes Gefühl im Alltag. Mir gefällt es, der Welt in der ich lebe, etwas zurückzugeben. Darüber hinaus habe ich endlich gelernt meinen Körper zu lieben, mich selbst so zu akzeptieren wie ich bin und weniger Wert auf die Meinungen anderer zu legen. Damit meine ich nicht gute Ratschläge von Familien und Freunden abzuweisen, sondern aufzuhören ständig gefallen zu wollen. Und das hat mir so viel Freiheit im Leben und im Alltag geschenkt, die ich nicht mehr aufgeben möchte. Neben den ganzen Veränderungen ist glücklicherweise eins geblieben: ich bin immer noch witzig. Auch wenn meine Brüder und der Rest meiner Familie das verneinen würden – „Kimi, du bist nicht witzig“ – muss ich mir ständig anhören, aber dann lachen sie doch, wenn ich irgendeine Gesichtskirmes mache, Laute von mir gebe, von denen ich selbst nicht wusste, dass ich sie machen kann, mit aufgedrehter Musik in meinem Auto tanztechnisch eskaliere oder mich mit allen vieren ausgestreckt über den Wohnzimmerboden robbe. Jetzt muss ich lachen, weil ich genau weiß welches Gesicht meine Familie macht, wenn einer von ihnen das hier liest.

 

SCHULABSCHLUSSFEIER – SPONTANTRIP – SEGELFLIEGEN

Im Mai hielt ich es irgendwann nicht mehr aus – ich wollte unbedingt in die Ferne. Da das Zeitmanagement mit der Uni und meiner Arbeit keinen großen Urlaub zuließ, flog ich mit einer Freundin aus der Uni für 3 Tage nach Barcelona. Das traf sich gut, denn mittlerweile interessierte ich mich viel mehr für einen Backpacker-Trip, als den typischen 5-Sterne-Hotel-Urlaub. Außerdem fand ich es auch total aufregend während der Vorlesungszeit spontan in ein anderes Land zu fliegen. Also verbrachten wir 3 Tage in einem Hostel direkt am Strand. Ich lernte dort aus einem regnerischen Tag das Beste zu machen, mit fremden Menschen in einem Zimmer zu schlafen und hatte endlich wieder schöne Bilder für Instagram. Außerdem hab ich mir einen so heftigen Sonnenbrand zugezogen, dass ich mich mehrmals täglich 3cm dick mit Quark einreiben musste, um überhaupt irgendwas ohne starke Schmerzen machen zu können. Kleiner Tipp am Rande: unterschätzt niemals die Sonne, wenn es bewölkt ist! Aber es waren wirklich drei schöne Tage und es hat richtig gut getan, etwas Sonne zu tanken, im Meer zu schwimmen und immer wieder in die Wellen zu springen. So ein kleiner Ausflug kostet nicht viel und ist es absolut wert.

Im Juni hat mein Bruder dann seinen Schulabschluss gefeiert und wir hatten einen sehr schönen Tag und Abend mit unserer Familie und der seiner Freundin. Ich liebe diese Tage, denn an ihnen scheint alles perfekt. Nein es scheint nicht, es ist perfekt. Alle sind beisammen und man hat sich lieb. Vielleicht manchmal auch weil man keine andere Wahl hat, man kann sich sein Blut ja schließlich nicht aussuchen haha. Nein, Spaß. Wir sind sicherlich nicht perfekt, aber irgendwie haben wir alle den selben Humor und das hat diesen Tag wunderschön gemacht. 2018? Mehr solcher Tage bitte! Ein weiteres kleines Highlight in diesem Monat war ein Ausflug zum nahegelegenen Flugplatz. Dort war ich zum ersten mal Segelfliegen. und ich hatte solche Angst, denn allein der Start sah schon so beängstigend aus. Doch ich habe all meinen Mut zusammen genommen und mich in diesen kleinen 2-Mann-Flieger gesetzt. Beim Starten wird man mit Highspeed von einem Seil angezogen um in die Luft zu kommen, was vom Boden aus so beängstigend aussah, hat im Flugzeug ein unglaubliches Kribbeln in meinem ganzen Körper freigesetzt. Wahnsinn! Und ich bekam das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht, als wir wieder gelandet waren. Was für ein unglaubliches Gefühl, so viel Adrenalin, das hat einfach nur Spaß gemacht! Am liebsten wäre ich mehrmals immer wieder gestartet um dieses Gefühl zu haben. Eine tolle Erfahrung!

LIEBE ZUR FOTOGRAFIE – ABSOLUTE VOLLJÄHRIGKEIT – BALIREISE

Unser kleiner Kurztrip nach Spanien hatte absolute Wanderlust in mir geweckt. Also konnte ich mich kaum noch auf die Uni konzentrieren und rechnete während meiner Vorlesungen ständig durch, wie ich wann wohin und mit wem fahren konnte, doch irgendwie ergab sich nie etwas. Meistens lag das daran, dass keiner mitkonnte und ich mit Sicherheit nicht alleine irgendwo hinfliegen/fahren wollte. Im Juli entdeckte ich meine Liebe zur Fotografie wieder. Obwohl ich meine 9 Jahre alte Kamera schon fast verkaufen wollte, begann ich wieder Fotos zu machen – von mir und der Natur, sie zu bearbeiten, das volle Programm. Das habe ich schon mit 13 gerne gemacht, jedoch war mir zu der Zeit ‚rumhängen‘ leider wichtiger, als dieser Leidenschaft nachzugehen. Aber macht ja nichts, dann fange ich halt jetzt erst richtig damit an! Den August verbrachte ich damit zu arbeiten, meinen 21. Geburtstag zu feiern und auf den Sommer zu warten, welcher sich in diesem Jahr in Deutschland ja leider nicht wirklich hat blicken lassen. Immer positiv denken: dafür hatten wir 1 Tag Schnee ha ha.

Im September reichte es mir nicht mehr die 2 Felder und 8 Bäume zu fotografieren, die sich in unmittelbarer Umgebung von meinem Zuhause befinden. Ich wollte mehr aus meinen Fotos machen – Strand, Palmen, Sonnenuntergänge, Unterwasserfotos, mehr Leben in meinen Fotos. Also versuchte ich alles in Bewegung zu setzen um endlich meinen Traum von einem Langzeitaufenthalt im Ausland umzusetzen und reiste schlussendlich für 2 Monate ganz alleine nach Bali. (mehr dazu hier) Das war mit Abstand die bis jetzt aufregendste Erfahrung in meinem Leben und einer der größten Schritte, die ich je gegangen bin. Jedes Mal, wenn ich mich jetzt einer Aufgabe oder Situation nicht gewachsen sehe, erinnere ich mich daran, wie ich so weit ganz alleine gereist bin. Aus dieser Erinnerung schöpfe ich dann all meine Kraft und meinen Mut.

Im Oktober ist mein kleiner Bruder volljährig geworden und ich konnte leider nicht dabei sein, weil ich zu der Zeit auf Bali war. Irgendwie war ich aber auch doch dabei, denn mein Papa hat mich für drei Stunden auf dem iPad via Face Time auf den Tisch gestellt und ich hatte meine ganze Familie im Blick und konnte schön mitreden und ein bisschen an diesem wichtigen Tag dabei sein. Im November ging es dann langsam wieder nach Hause zurück in den normalen Alltag mit den üblichen Auseinandersetzungen. Der Dezember, und damit meine ich vor allem Weihnachten, war dieses Jahr überraschend schön. Ich meine, Weihnachten ist immer schön, aber seitdem man keine 12 mehr ist, hat dieses Fest etwas an Magie verloren. Doch in diesem Jahr durften wir die Magie wieder spüren, auf eine etwas andere Art. Es war ein wunderschönes Beisammen sein, die Tage vor, nach und während Weihnachten – wie in einem dieser amerikanischen Filme, die einem sonst immer falsche Vorstellungen vom Weihnachtsfest liefern. Bloß der Schnee hat gefehlt!

 

MEIN SCHÖNSTER MOMENT 2017

Mit Sicherheit gab es in diesem Jahr etliche schöne Momente, aber dieser ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Während einer Schnorcheltour auf Bali um die Gilli Inseln herum, habe ich mich auf dem Rücken ins Wasser gelegt, mitten im indischen Ozean und in den Himmel geschaut. Die Wellen haben mich mit ihrem Rhythmus getragen und die Sonne schien mir mitten ins Gesicht. Ich hörte meinen Atem so laut und klar, wie noch nie. In diesem Moment fühlte ich mich so mit der Welt verbunden. Ein wunderschöner und unvergesslicher Moment!

Was war dein schönster Moment 2017? Ich würde mich freuen, wenn ihr unten in der Kommentarfunktion euren schönsten Augenblick 2017 mit mir teilt!

 

„If you look back on 2017 don’t think of it as a year of pain but a year of growth. You made it through each day. You should be proud of yourself. You are a better you despite all the hardships.

Take a deep breath and enter 2018 with hope and confidence.“

 

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und einen wunderschönen Start ins neue Jahr. Auf dass all‘ eure Wünsche in Erfüllung gehen mögen und ihr im neuen Jahr den Mut findet, eure Träume anzugehen.

GOODBYE 2017, HELLO 2 0 1 8

 

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